Projects

Die Thailife-Stiftung gewährt – je nach verfügbaren Mitteln – individuelle Ausbildungsbeihilfen oder Projektförderungen für Ausbildungsprojekte.

Individuelle Ausbildungsbeihilfen


Unsere Stipendiaten aus Nordthailand (abgeschlossen)

Tasanee Mongkhonklee, weiblich (geb. 1978), Provinz Chiang Rai
Tasanee studiert seit Mai 2005 an der Rajabhat University in Chiang Rai das Fach Business Computing. Sie stammt aus einer Familie mit sehr geringem Einkommen und musste sich ihren bisherigen Ausbildungsweg größtenteils selbst finanzieren. Sie arbeitete bereits ab ihrem 13. Lebensjahr. Nach Beendigung der Grundschule im Jahre 1991 und der Highschool im Jahre 1996 arbeitete sie in verschiedenen Jobs, ab 2002 dann als Sekretärin bei der Organisation DEPDC, sie sich dem Kampf gegen Menschenhandel und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen verschrieben hat. DEPDC unterhält in Mae Sai, dem nördlichsten Ort Thailands eine Schule, einen Kindergarten, Ausbildungseinrichtungen und Wohnheime.

Seit langem war es der Wunsch von Tasanee, an der Universität zu studieren und Ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Seit dem Beginn des Studienjahres 2005/2006 kann sie dies mit der Unterstützung der Thailife-Stiftung tun. Gleichzeitig arbeitet sie weiter bei DEPDC, wo sie ihre neu erworbenen Kenntnisse gleich in die Praxis umsetzen kann.

Wantana Wongduen, weiblich (geb. 1984), Provinz Chiang Mai
Wantana lernte an der Senior High School „Mae Ai Wittayakom” im letzten Jahr (M. 6). Sie stammt aus Mae-Ai, Provinz Chiang Mai. Wantana hat zwei jüngere Schwestern, die noch zur Grundschule gehen. Nach ihrem Schulabschluss möchte sie weiter studieren und Lehrerin werden.

Weitere vier Stipendiaten stammen aus der Gegend von Khon Kaen im Nordosten Thailands. Sie werden von der Organisation “Child Help Foundation” betreut. Child Help wurde gegründet von Frau Uthit Somjai, die seit vielen Jahren mit ihrer ganzen Kraft für eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen sorgt, um die sich sonst niemand kümmern würde. Die Child Help Foundation unterhält in einem Vorortbezirk der Stadt Khon Kaen ein großes Gelände mit Wohnhäusern und Versorgungseinrichtungen für entwurzelte oder elternlose Kinder. Außerdem betreut die Child Help Foundation in der Region viele weitere Kinder und Jugendliche aus armen Familien und steht ihnen mit Rat und Unterstützung zur Seite.

Unsere Stipendiaten aus Nordostthailand (abgeschlossen)

Saranya Phromsena, weiblich (geb. 1988), Provinz Khon Kaen
Saranya studiert am Maha Sarakam Vocational College das Fach Business Computing. Sie lebt bei Ihren Eltern. Ihre Familie ist sehr arm, die Eltern arbeiten in der Landwirtschaft bzw. als gering bezahlte Tagelöhner. Das Einkommen reicht nicht für die Finanzierung einer Ausbildung für Saranya und ihren Bruder. Saranya möchte nach Ihrer Ausbildung in der Computerbranche oder als Mediendesignerin arbeiten. Sie ist sehr motiviert und lernt sehr gern.

Pongsathon Polmitr, männlich (geb. 1988), Provinz Khon Kaen
Pongsathon lernt an der Ming Muang High School in Khon Kaen. Seine beiden Eltern sind an HIV gestorben, Pongsathon ist bei Verwandten untergekommen. Er hat 2 Schwestern. Die ältere Schwester hat ihre Ausbildung abgebrochen, um die Geschwister unterstützen zu können. Die jüngere Schwester lernt am College. Die Ausbildungsbeihilfe für Pongsathon nimmt auch ein wenig Last von den beiden Schwestern. Pongsathon träumt davon, später einmal Lehrer zu werden und das weitergeben zu können, was er gelernt und erfahren hat. Beim Lernen beweist er viel Eigeninitiative und Motivation und seine Leistungen sind gut.

Komsan Imchin, männlich (geb. 1988), Provinz Khon Kaen
Komsan lebt im Heim der Child Help Foundation. Er besucht das Technical College in Khon Kaen und studiert dort das Schwerpunktfach Maschinenbau. Die Familie von Komsan ist zu arm, um seine Ausbildung finanzieren zu können. Er wünscht sich, später einmal eine qualifizierte Arbeit als Ingenieur oder Architekt zu leisten und dann seine Familie unterstützen zu können. Komsan interessiert sich auch für die sozialen Probleme der thailändischen Gesellschaft. Er hofft, später einmal anderen helfen zu können, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind wie er und die anderen Kinder und Jugendlichen, um die sich die Child Help Foundation kümmert.

Wasan Khunsaeng, männlich (geb. 1986), Provinz Khon Kaen
Wasan lernte bis 2007 das Fach „Accounting“ (Rechnungswesen) am Khon Kaen Vocational College. Danach möchte es an der Universität Khon Kaen studieren.

Puangpetr Chaipan, weiblich (geb. 1985), Provinz Maha Sarakam
Puangpetr Chaipan studiert Community Development (Kommunale Entwicklung) an der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Rajabhat Universität in Loei. Ihre Eltern sind Bauern und haben außer ihr noch drei jüngere Kinder aufzuziehen. Puangpetr wohnt im Projekt “Ban Luk Rak” der Child Help Foundation in Khon Kaen und hilft neben ihrem Studium dabei, die Kinder im Projekt zu betreuen.

Puangpetr möchte gern so viel wie möglich für Ihre Zukunft lernen. Es ist ihr Wunsch, später einmal ihr Wissen zu nutzen, um bedürftigen Menschen helfen zu können. Sie hat sich um ein Stipendium der Stiftung beworben, damit sie ihr Studium weiterführen kann, denn ihre Eltern haben nicht mehr die erforderlichen Mittel, um die Finanzierung ihrer Ausbildung zu tragen. Zugleich hofft sie, dass nun – da ihre Eltern sie nicht mehr unterstützen müssen – ihre Geschwister auch eine Chance haben werden, weiter zur Schule zu gehen.

(Puangpetr erhält die Ausbildungsförderung als “Nachrückerin” für den Studenten Tawatchai Bunsri, männlich, 21 Jahre alt, aus der Provinz Khon Kaen (Nordostthailand). Tawachai bekommt inzwischen von anderer Seite ausreichende Förderung, so dass er die Unterstützung der Thailife-Stiftung nicht mehr benötigte.)

Abgeschlossene Ausbildungsbeihilfen (2003/2004)

Ausbildungsförderung für Nuengruehthai

Die erste individuelle Ausbildungsförderung der Thailife Stiftung geht an Nuengruehthai, eine Schülerin im elften Schuljahr an der Highschool in Sermngarm, Provinz Lampang in Nordthailand.

Nuengruehthai, die als Waise aufwächst und nur noch ihre alte Großmutter hat, wird betreut von der thailändischen Niederlassung der in Düsseldorf beheimateten Samuel-Stiftung, die sich in der Region Sermngarn mit einem sehr überzeugenden und effektiven Konzept um die Ausbildung von Kindern aus armen und schwierigen Verhältnissen kümmert.

Zwar ist die schulische Ausbildung in Thailand kostenlos, Transport, Schulmittel und Uniformen aber sind es nicht. Ohne die Hilfe der Samuel-Stiftung wäre es den meisten der betreuten Kindern und Jugendlichen nicht möglich, die Grundschule, geschweige denn weiterführende Schulen, zu besuchen.

Die Thailife-Stiftung sponsored Nuengruehthais Ausbildung mit einem Betrag von 240 Euro im Jahr. Dieser Betrag reicht derzeit ungefähr aus, um die für den Schulbesuch erforderlichen Mehrkosten abzudecken.

Über die Arbeit der Samuel-Stiftung in Thailand und anderen Ländern können Sie sich auf der Website www.samuel.de informieren.

Hilfe für einen Flüchtlings-Kindergarten an der Grenze der Provinz Chiang Rai (abgeschlossen)

Es wird geschätzt, dass über 150.000 Shan Flüchtlinge aus dem Shan Staat im Norden Burmas in Thailand Zuflucht gesucht haben.

Sie sind vor Zwangsumsiedlungen, Vertreibungen und anderen schwer wiegenden Menschenrechtsverletzungen, die das burmesische Militärregime im Shan Staat fortgesetzt verübt, geflohen.

Leider wird diesen Menschen von den thailändischen Behörden der Flüchtlingsstatus verweigert. So sind sie gezwungen als illegale Arbeiter zu überleben, zum Beispiel als Tagelöhner zu Niedrigstlöhnen auf den Obstplantagen Nordthailands.

Für die Flüchtlinge bedeutet dies ein Leben unter äußerst harten, oft auch menschenunwürdigen Bedingungen. Meist sind es ganze Familien, die mit ihren Kindern und ihren alten Menschen geflohen sind.

Sie haben keinen rechtlichen Schutz und es ist fällt ihnen schwer, auch nur die minimalen Grundbedürfnisse nach Nahrung und medizinischer Betreuung zu befriedigen. Die meisten der Kinder haben keinen Zugang zu Schule und Ausbildung.

Eine Gegend des Shan Staats, die in den letzten Jahren besonders massiv von der Vertreibungs- und Umsiedlungspolitik des burmesischen Regimes betroffen war, ist das Murng Karn Tal, gegenüber der nordthailändischen Provinz Chiang Rai gelegen. Hier wurden – als Teil eines ethnischen Neuordnungsprogramms des Regimes etwa 20.000 Angehörige der ethnischen Minderheit der “Wa”, die aus Gebieten an der chinesischen Grenze stammen, angesiedelt. Von den Wa erhoffte sich das Regime Unterstützung. Die bestehende Shan Bevölkerung und Angehörige der Akha und Lahu Völker, die dort ihre Heimat hatten, wurden mit Waffengewalt und durch Zerstörung ihrer Dörfer gezwungen, an die thailändische Grenze zu fliehen.

Im April 2002 versuchten diese Flüchtlinge, ein Lager auf thailändischem Boden zu errichten, wurden aber von den thailändischen Sicherheitskräften zurückgedrängt. Sie ließen sich daher direkt an der Grenze nieder. Es entstand ein “De Facto Flüchtlingslager” mit dem Namen Piang Fah (später umbenannt in Loi Suan Neng), das heute von etwa 3.000 Menschen bewohnt wird. Immer wieder kommen Neuankömmlinge hinzu, denen in ihren Heimatdörfern die Existenzgrundlage zerstört wurde. Die meisten kommen aus der Gegend von Murng Hsat und Murng Tum im südöstlichen Shan Staat.

Das Lager wird von einigen Nicht-Regierungsorganisationen mit den notwendigsten Grundnahrungsmitteln wie z.B. Reis versorgt, es gibt eine Gesundheitsstation und eine Grundschule. Für die meisten Kinder ist dies das erste Mal, dass sie eine Chance auf Ausbildung bekommen.

Aufgrund der großen Anzahl der Kleinkinder im Lager entschloss sich das Lagerkommitee Mitte 2001 eine “Nursery School” einzurichten. Dieser Vorschulkindergarten betreut gegenwärtig 85 Kinder, 49 Jungen und 36 Mädchen. Der Unterricht und die Betreuung werden durch 2 Erzieher und 2 Hilfskräfte (für die Küche usw.) gewährleistet.

Der Schulkindergarten ist montags bis freitags von 8:30 bis 15:30 Uhr geöffnet. Die Kinder lernen die Shan Sprache (eine dem Thailändischen eng verwandte Sprache der “Tai-Sprachengruppe”) und Englisch. Und, was besonders wichtig ist für diese sehr mangelhaft ernährten Kinder, sie erhalten ein regelmäßiges Mittagessen in ihrer kleinen Schule.

Die Thailife-Stiftung trägt seit Ende 2003 den größten Teil der Kosten für die Nursery School. Langfristig wird angestrebt, die Unterstützung der Nursery auf einen Förderverein zu übertragen.